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BDKJ Schweinfurt Stadt  > Berichte

Christmette mal anders:

 

Gott kam. Anderes - Weichnachten im Stall

 

„Schön, dass Weihnachten im Stall so gut angenommen wurde!“ schwärmt Michaela Schmitt, Mitinitiatorin der gleichnamigen Veranstaltung am Heilig Abend. Sie freut sich, dass der Stall, in dem die gleichnamige Veranstaltung stattfand gut gefüllt war. Als damaliges Pfarreimitglied von St. Josef überlegte sie schon seit einigen Jahren mit anderen jungen Erwachsenen und ihrem Pastoralreferenten Michael Pfrang, ob man nicht ein Angebot schaffen kann für junge Menschen, die am Heilig Abend die Alternative zur Discothek suchen.

W_im_Stall
Eine Möglichkeit, bei der sich junge Menschen an diesem besonderen Abend nach der Familie noch mit anderen Gleichaltrigen treffen können und den Abend sinnvoll ausklingen lassen können. Michaela, die gleichzeitig im Vorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Stadt Schweinfurt ist, brachte diese Idee schließlich auch dort und in der kja ein, so dass die Veranstaltung in Kooperation zwischen den drei Institutionen starten konnte. Freilich stand der Abend wettertechnisch sehr auf der Kippe. Geplant war, vom Hof der Josefskirche aus zu starten und über die Felder zum Stall zu laufen. Dank der Initiative des Landwirts Sven May, der auch den Esel für den Stall besorgte, war der Weg für die nächtliche Wanderung auch begehbar. In der Scheune der Familie Eller angekommen lagerten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf Strohballen und nahmen die Atmosphäre des Raumes war, der mit gelben und roten Scheinwerfern trotz der Kälte einen warmen Schein bekam. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden von Christina Kiesel eingeladen, durch den Raum zu gehen und ihn mit allen Sinnen wahr zu nehmen und darin dann die alte Botschaft zu hören, die in dieser Nacht auf der ganzen Welt gelesen wurde und nach der unsere Zeit berechnet wird. Dekanatsjugendseelsorger Günter Kirchner machte in seinen Gedanken an Hand eines Gedichtes von Kurt Marti deutlich, dass dieses göttliche Kind, das in einem stinkenden Stall zur Welt kommt in seinem Schrei alle engen und krankmachenden Gottesbilder zerschlägt. Eindrucksvoll zerbrach dabei Jugendreferent Andreas Heinelt Holzplatten, auf denen solche angstmachenden Bilder von Gott beschrieben waren, so dass immer wieder das große Bild, dieses kleinen schreienden Babys zum Vorschein kam, das nicht nur das Bild von Gott völlig umgeworfen hat, sondern auch eine neue Zeit(rechnung) heraufbeschwor.

Die Jugendlichen zündeten vor diesem Bild Kerzen in Gedenken an Menschen an, die ihnen in dieser Nacht besonders wichtig waren. Begleitet von den angenehmen Klängen von Gerald Brand - Gitarre, Martin Schmitt - Cajon und Monika Schmitt - Gesang und bei Glühwein kam Gott im Stall anders an, als gewohnt.